Technologien und Materialien ideal abgestimmt

Bereits 2014 wurde Core3dcentres International von VITA als weltweit erstes autorisiertes Fräszentrum zertifiziert. Core3dcentres Fräszentren rund um die Welt verarbeiten seitdem VITA CAD/CAM-Materialien nach validierten Qualitätsstandards. Mit der Validierung von Soft- und Hardware wird das Ziel verfolgt, die Fertigungstechnologien ideal auf die jeweils eingesetzten Materialien abzustimmen. ZTM Sebastiaan Cornelissen, Geschäftsführer von Core3dcentres International (Maartensdijk, Niederlande) berichtet im folgenden Interview von seinen Erfahrungen hinsichtlich der Verarbeitung von VITA CAD/CAM-Materialien.

DV: Warum ist eine Feinabstimmung von Fertigungstechnologie und Materialien so wichtig?

ZTM Sebastiaan Cornelissen: Jeder Werkstoff hat ganz spezifische Eigenschaften. Für optimale Fertigungsergebnisse und reibungslose Produktionsabläufe ist eine Feinabstimmung zwingend erforderlich.

DV: In welcher Form konnte Sie VITA bei der Validierung unterstützen, um ideal abgestimmte Verarbeitungsstrategien für die jeweiligen Materialien zu entwickeln?

ZTM Sebastiaan Cornelissen: VITA hat viel Zeit und Geld in das eigene Know-how investiert: spezialisierte Techniker, umfassende CNC-Kenntnisse, spezifische Testprotokolle zur Validierung u.v.a.m. Damit ist die Entwicklung abgestimmter Bearbeitungsstrategien im Fräszentrum in sehr kurzer Zeit realisierbar.

DV: Welche Vorteile hat das Fräszentrum von einer Validierung und inwieweit profitieren damit auch Ihre Kunden davon?

ZTM Sebastiaan Cornelissen: Die Validierung garantiert die Abstimmung zwischen Materialhersteller sowie Fräszentrum und sorgt im Ergebnis für einen zu 100 Prozent angepassten Technikworkflow, höchste Passgenauigkeit, Materialsicherheit etc.

DV: Mit welchen CAD/CAM-Systemen arbeiten Sie und welche VITA-Materialien setzten Sie heute bevorzugt ein?

ZTM Sebastiaan Cornelissen: Wir arbeiten mit Maschinen von DMG MORI (Winterthur, Schweiz) und imesicore (Eiterfeld, Deutschland) sowie der CAM-Software hyperDENT (FOLLOWME!, München, Deutschland) und der CAD-Software von 3Shape (Kopenhagen, Dänemark). Mit diesen Technologien werden u.a. VITA ENAMIC und VITA Glaskeramik verarbeitet.

DV: Welche Werkstoffe der VITA verfügen aus Ihrer Sicht über besonders vorteilhafte Eigenschaften und wie können Sie und Ihre Kunden davon profitieren?

ZTM Sebastiaan Cornelissen: VITA ENAMIC – der einzig echten CAD/CAM-Hybridkeramik am Markt – haben wir ein enormes Wachstum zu verdanken. Die Befestigung von CAD/CAM-gefertigten VITA ENAMIC-Restaurationen erfolgt adhäsiv, nach dem gleichen Protokoll wie bei Feldspatkeramik. Ferner kann sie extrem dünn ausgeschliffen werden und ist somit ideal für Non-Prep-Restaurationen wie Tabletops.

DV: Welche Trends und Entwicklungen sehen Sie für die nächsten fünf Jahre bei den CAD/CAM-Werkstoffen und Fertigungstechnologien?

ZTM Sebastiaan Cornelissen: Rohlinge mit integriertem Farbverlauf für monolithische Restaurationen werden wichtiger. Die Fräs- und Schleiftechnologie bleibt aus unserer Sicht auf absehbare Zeit der schnellste und günstigste Produktionsweg.

Unser Dank gilt dem behandelnden Zahnarzt Dr. Sjoerd Smeekens von der Kliniek voor Reconstructieve Tandheelkunde (Beuningen, Niederlande) für die gute Zusammenarbeit.

Bericht 03/16

ZTM Sebastiaan Cornelissen (Maartensdijk, Niederlande)
"VITA ENAMIC – der einzig echten CAD/CAM-Hybridkeramik am Markt – haben wir ein enormes Wachstum zu verdanken."
ZTM Sebastiaan Cornelissen (Maartensdijk, Niederlande)
ZTM Sebastiaan Cornelissen (Maartensdijk, Niederlande)
Abb. 1 Ausgangssituation.
Abb. 1 Ausgangssituation.
Abb. 2 CAD/CAM-gefertigte Table Tops aus VITA ENAMIC.
Abb. 2 CAD/CAM-gefertigte Table Tops aus VITA ENAMIC.
Abb. 3 Die Hybridkeramik ist leicht zu verarbeiten …
Abb. 3 Die Hybridkeramik ist leicht zu verarbeiten …
Abb. 4 ... und bietet eine natürliche Ästhetik.
Abb. 4 ... und bietet eine natürliche Ästhetik.
Abb. 5 Das Ergebnis ca. 1 Monat nach Eingliederung – Fälle wie diesen bearbeiten wir mittlerweile wöchentlich.
Abb. 5 Das Ergebnis ca. 1 Monat nach Eingliederung – Fälle wie diesen bearbeiten wir mittlerweile wöchentlich.